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Ein Holzhut f�rs Guinness-Buch
General
- Anzeiger vom 2. Januar 1999
Ein
Holzhut f�rs Guinness-Buch
Der K�nstler Paul Krenz macht Holz fl�ssig. Eigenen Hut aus Protest
furniert.
Schmuckvolle Bilder und herrschaftliche M�bel. Aussterbende Kunst
von
Nadine Otto
NIEDERKASSEL.
Motten k�nnen Paul Krenz� Hut nichts mehr anhaben, Spechte oder Holzw�rmer
dagegen stellen eine Gefahr dar. Krenz ist Intarsienk�nstler, seine
Leidenschaft gilt dem Holz, das er zu schmuckvollen Bildern oder M�beln
verarbeitet. Nach jahrzehntelanger �bung in seinem Metier, war er der flachen
Fl�chen �berdr�ssig und versuchte sich an plastischen Formen: Herausgekommen
ist laut Krenz der erste furnierte Hut der Welt.
Ein Rekord, der ihn wieder ins Guinness-Buch f�hren soll. Einmal steht er schon
drin: Den Eintrag hat ihm ein 15teiliger Intarsien-Kreuzweg eingebracht, den er
in mehrj�hriger Arbeit f�r eine Kirche im th�ringischen Friedrichsroda
geschaffen. Bis zu 1200 Holzst�cke z�hlt jedes Bild. Auf seinen
"Rekordbau" ist der tiefgl�ubige Mann stolz.
Wenn er arbeitet, steigert er sich in einen Rausch, 500 Stunden sa� er �ber
seinem Intarsienbild "Bedrohte Welt". Das bedeutet f�r ihn zwei
Wochen Arbeit, unterbrochen nur von wenigen Stunden Schlaf. Er habe keine Ruhe
zum Schlafen, so der K�nstler, wenn er eine seiner Visionen zu Sperrholz
bringt.
Intarsienkunst ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Die Bilder werden aus
zahlreichen kleinen Holzst�cken, die von verschiedenen B�umen stammen und
unterschiedliche Maserung aufweisen, zusammengesetzt. Fr�her zierten sie neben
Bildern vor allem herrschaftliche M�bel. In den letzten Jahren ist diese
kunstvolle Verzierung eher selten geworden.
Paul Krenz geh�rt zu den wenigen, die die alte Kunst noch aus�ben. Er
verwendet f�r seine Intarsien �berwiegend Abf�lle von Furnierwerken. Mehr als
80 verschiedene Holzsorten lagern im Hinterhof seines Rheidter Hauses und im
Atelier. Die Holzmaserung gebe die Formen oft schon vor, dann arbeite er nur das
"nat�rliche Bild des Holzes" heraus. Kein K�nstler k�nne die Natur
�bertreffen. Einzige Hilfsmittel sind sein selbstgebasteltes Messer, eine 200
Jahre alte Presse und das Material, das er zum Schleifen und Lackieren der
Platten ben�tigt.
Bisher konnten Intarsienk�nstler ihre kunstvoll arrangierten Furniere nur auf
flache Platten oder, mit einer passenden Hohlform, mehr oder weniger erfolgreich
auf Rundungen pressen. Der Wunsch nach einer plastischen Darstellung reifte
lange Zeit in Paul Krenz. Zuf�llig stie� er auf ein Verfahren, mit dem er Holz
elastisch und angeblich sogar kurzfristig fl�ssig machen kann. Wie dieses
"Wunder" m�glich ist, wollte Krenz nicht verraten.
Dank seiner Entdeckung kreiert er jetzt auch Intarsienskulpturen. Sie
symbolisieren, wie auch die meisten seiner Bilder haupts�chlich seine Kritik an
der heutigen Gesellschaft. Als Anklage gegen "das amerikanisierte
Deutschland, das seine Br�uche vernachl�ssigt" und all diejenigen, die
sein Werk nicht als Kunst akzeptieren, machte Krenz auch seinen Hut zu einem
furnierten "Protesthut".
Er �berzog den Filzhut mit fl�ssigem Nussbaum- und Mahagoniholz. Zum Schmuck
hat er ein Spinnennetz eingearbeitet, das aus mehr als hundert Einzelteilen
besteht. "Konservatismus - ein mit Spinnweben �berzogenes Gehirn"
lautet der Name des Kunstwerks. Krenz erhofft sich durch seinen Hut nicht nur
den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Viel mehr w�rde ihm die Anerkennung
als K�nstler bedeuten. Auf reges Interesse st��t der Hut ohnehin.
Handwerk oder Kunst - immer wieder st��t Krenz auf Skepsis. Er selbst ist sich
des k�nstlerischen Wertes seiner Arbeiten sicher. Um seine Botschaften aber
auch der �ffentlichkeit zug�nglich zu machen, richtet er sich jetzt in der
Scheune hinter seinem Haus eine Galerie ein. Sein Atelier befindet sich im
Stockwerk dar�ber Rund 200 Bilder und zehn Skulpturen umfasst seine Sammlung,
ein Teil h�ngt bereits an W�nden oder steht in Vitrinen.
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LesPromInform | Ausgabe 08 2008 Paul - der Plagiator der Natur
Europa Express vom 28.07.2006 Das Holz liegt ihm im Blut.
Kölnische Rundschau vom 18.05.2002 Hölzerne Gesellschaftskritik.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.05.2002 Ein Tisch, auf dem die Menschheit tanzt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.05.2002 Hinein ins Guinness-Buch.
Europa - Express vom 12.05.2002 Das Licht, das aus der Seele strömt.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.05.2001 Der Kabinettschrank des Kardinals.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.10.2000 Ein Arche in der Erdkugel.
Rhein-Sieg Rundschau vom 12.09.2000 Intarsienbild aus 6500 Holzteilchen.
General-Anzeiger vom 17.05.2000 Eine Madonna aus Niederkassel für den Papst.
Rundschau vom 16.05.2000 Audienz beim Heiligen Vater.
Kirchenzeitung vom 14.03.2000 Erzbischof Joachim Meisner begeistert von Einlegearbeiten des Paul Krenz.
Rhein-Sieg Rundschau vom 14.10.1999 Intarsienkünstler zeigt "Visionen der Natur".
Extrablatt vom 06.10.1999 Die Holzstruktur ersetzt den Pinselstrich.
Rhein-Sieg Rundschau vom 11.05.1999 Das Erbe meiner Väter - Die außergewöhnliche Kunst von Paul Krenz.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.02.1999 Mit Holz die dritte Dimension erobern.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.01.1999 Kreativer Kopf unter dem Holzhut.
General Anzeiger vom 20.11.1998 Holzphantasien bis hin zum Jüngsten Gericht
General-Anzeiger vom 30.07.1997 Kunst-Träume aus Holz.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 29.07.1997 Holz für Holz fügt sich zum Bild.
Rhein-Sieg Rundschau vom 26.07.1997 Große Kunstwerke entstehen aus winzigen Holzstückchen.
General - Anzeiger vom 07.11.1994 Beeindruckende Exemplare aussterbender Kunst
Bonner Rundschau vom 04.11.1994 Abenteuerlicher Weg von der Ukraine an den Rhein
Ruhrwort Nr. 51/52 vom 21.12.1991 Wie kann ein Bild die Sinne so täuschen?
Thüringer Allgemeine vom 02.10.1991 Intarsien vom Heiligen Abendmahl
Th�ringer Allgemeine vom 17.04.1991 Seltenes Kunsthandwerk - Intarsien von Paul Krenz -
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
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