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(bilder, objekte, möbel)
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Das Holz liegt uns im Blut.

Volk auf dem Weg -
Ausgabe 5/99
"Das Holz
liegt uns im Blut"
Paul Krenz wahrt die
Tradition seiner Vorfahren
von
Robert Korn
Unser Landsmann Paul Krenz hält einen
Weltrekord, den ihn wohl keiner so leicht streitig machen wird: Der 50jährige
Künstler aus Beuel, Nord- rhein - Westfalen, hat aus insgesamt 18.000
Holzteilchen den Leidensweg Christ dargestellt und dafür die Urkunde von
Guinness-Buch der Rekor- de entgegengenommen..
In der Sankt-Boromäus-Kirche in Friedrichroda, Thüringen, ist der Krenzweg mit
15 Bildern der Leiden Christi zu sehen. Das Lebenswerk von Paul Krenz, an dem er
- noch in der Ukraine- zehn Jahre lang gearbeitet hat. Teilweise unter
unvorstellbarem psychischen Druck, denn die Sowjets wollten von christlichen
Motiven nichts hören, ja stellten deren Darstellung sogar unter Strafe. Jede
Station des Von Krenz gestalteten Leidensweges Christi besteht aus einer
massiven Eichenplatte. Darauf hat der Künstler insgesamt rund 18.000
Holzstückchen ganz unterschiedlicher Grösse, Färbung und Maserung geleimt;
vorher hat er sie sorgsam zurechtgeschnitten und zu Bildern zusammengefügt, die
"wie gemalt" wirken. Diese weltweit grösste Intarsie von Paul Krenz
hat in das Guinness-Buch der Rekorde Eingang gefunden. "Für mich ist
dieser Kreuzweg mehr als ein Kunstwerk", sagt Krenz. "Ich betrachte es
als ein Denkmal für alle Deutschen aus Russland. Denn auch wir haben unser
Kreuz getragen, auch uns hat man auf unserem Leidensweg manchmal geholfen, aber
auch Essig statt Wasser gereicht." "Meine Vorfahren stammen aus Württemberg",
erzählt Krenz, "ich habe der Ukraine den Rücken gekehrt, um mich auf die
Suche nach meinen Ursprüngen zu machen." Noch 1991 war das nur durch
Flicht zu erreichen. Und so floh er. Nach Tschechien zuerst. Dann nach
Thüringen, von dort nach Bayern, 1993 schliesslich ins Rheinland, wo er seit
1994 mit seiner Familie in Beuel lebt.
Nur fünf seiner insgesamt 15 Bilder durfte der Künstler damals offiziell ins
Ausland mitnehmen. Deshalb musste er den Kreuzweg zerlegen und zwischen
Furnieren als Halbfabrikat ausser Landes bringen. Drei Monate hat er dann
gebraucht, um das Holzmosaik aus 85 verschiedenen Holzarten wieder zusammenzu-
setzen.
Krenz tradiert eine seltene und alte Kunst - Die Intarsienmalerei. Diese Kunst
konnten sich in der Vergangenheit nur die Reichen und Mächtigen leisten. Eine
elitäre Sache also. Das soll heute noch extremer sein: Laut Brockhaus sind sie
längst ausgestorben, jene Intarsienkünstler, die einst das Mobiliar der
Königs-.
h�user mit Stilleben oder Jagdmotiven verzieren. Stimmt nicht! Es gibt sie
noch, diese Künstler, die die Fähigkeit beherrschen, kleine Furnierstückchen
unter- schiedlicher Farbschattierungen und Arten zu eindrucksvollen Bildern
zusammenzusetzen.
Der Russlanddeutsche Paul Krenz gehört dieser kleinen Zunft an. Auf einer
Grundfläche leimt er hauchdünne Furniere zusammen, schleift anschliessend das
Mosaik und lackiert es. Das geäderte Holz der Furnierstückchen ersetzt bei ihm
den Pinselstrich. Seine Darstellungen sind von solch erstaunlicher Klarheit und
Feinheit, dass der Betrachter die Holzteilchen, die in - mit dem Schnitzmesser
ausgehobene - Vertiefungen eingelassen sind, erst von nahem wahrnimmt..
Um diese Wirkung zu erzielen, entwickelte Krenz ein Verfahren, das ihm erlaubt,
Furnierholz "flüssig" zu machen. Er kann nämlich die kunstvoll
arrangierten Furniere nicht nur - wie bisher - auf flache Platten pressen,
sondern diese jeder beliebig geformten Oberfläche anpassen. Das macht die
Darstellung offenbar wirkungsvoller. Doch wie er das erreicht, will Krenz nicht
verraten, ehe er das Patent in der Tasche hat ( Vermutlich lassen sich die
Furniere durch die Einwirkung einer geheimnisvollen Mixtur aus Salzen und Laugen
für einen kurzen Augenblick "flüssig" machen.).
Krenz ist der Meinung, kein Künstler könne die Natur übertreffen. Ihm selbst
gebe die Holztextur die Formen oft schon vor, und er arbeite nur "das natürliche
Bild des Holzes heraus". Er schmunzelt: "Schon als Kind habe ich
lieber in den Maserungen des Brennholzes als in Bilderbüchern gelesen." Wo
er mit dem Messer ansetzt und den Lebensadern des Holzes folgt, entstehen
lebendige Bilder. "Ich finde meine Motive im Holz", sagt der
bescheidene Intarsienkünstler, "die Natur sagt viel mehr, als mancher
Künstler schaffen kann." Die Maserungen (Holztexturen) bilden Linien, die
Krenz so Kunstvoll zu verbinden versteht, dass daraus Porträts entstehen. Das
des Ex-Bundeskanzlers zum Beispiel..
Nach wie vor intarsiert Krenz gern biblische Szenen. Die zweite Version seiner
Arbeit "St. Georg im Kampf mit dem Drachen" hängt übrigens im
päpstlichen Vatikan-Museum. Zu seiner Kundschaft zählen durchaus prominente
Persönlichkeiten. Etwa die erste Sekretärin von Konrad Adenauer. Aber auch
Banken, Gemeinden und Museen. Im Köln-Bonner Raum hat Krenz seine mehr als 130
Werke bereits mehrfach ausgestellt. Nun will der Künstler die Geographie der
Ausstellungen erweitern. Und nachdem er mit seinem "Kreuzweg" ins
Guinness-Buch Eingang gefunden hat, liegt ihm besonders am Herzen, seine
Entdeckung - die "Verflüssigung" des Holzes - als Patent anzumelden.
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LesPromInform | Ausgabe 08 2008 Paul - der Plagiator der Natur
Europa Express vom 28.07.2006 Das Holz liegt ihm im Blut.
Kölnische Rundschau vom 18.05.2002 Hölzerne Gesellschaftskritik.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 18.05.2002 Ein Tisch, auf dem die Menschheit tanzt.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.05.2002 Hinein ins Guinness-Buch.
Europa - Express vom 12.05.2002 Das Licht, das aus der Seele strömt.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 11.05.2001 Der Kabinettschrank des Kardinals.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 21.10.2000 Ein Arche in der Erdkugel.
Rhein-Sieg Rundschau vom 12.09.2000 Intarsienbild aus 6500 Holzteilchen.
General-Anzeiger vom 17.05.2000 Eine Madonna aus Niederkassel für den Papst.
Rundschau vom 16.05.2000 Audienz beim Heiligen Vater.
Kirchenzeitung vom 14.03.2000 Erzbischof Joachim Meisner begeistert von Einlegearbeiten des Paul Krenz.
Rhein-Sieg Rundschau vom 14.10.1999 Intarsienkünstler zeigt "Visionen der Natur".
Extrablatt vom 06.10.1999 Die Holzstruktur ersetzt den Pinselstrich.
Rhein-Sieg Rundschau vom 11.05.1999 Das Erbe meiner Väter - Die außergewöhnliche Kunst von Paul Krenz.
Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.02.1999 Mit Holz die dritte Dimension erobern.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.01.1999 Kreativer Kopf unter dem Holzhut.
General Anzeiger vom 20.11.1998 Holzphantasien bis hin zum Jüngsten Gericht
General-Anzeiger vom 30.07.1997 Kunst-Träume aus Holz.
Kölner Stadt-Anzeiger vom 29.07.1997 Holz für Holz fügt sich zum Bild.
Rhein-Sieg Rundschau vom 26.07.1997 Große Kunstwerke entstehen aus winzigen Holzstückchen.
General - Anzeiger vom 07.11.1994 Beeindruckende Exemplare aussterbender Kunst
Bonner Rundschau vom 04.11.1994 Abenteuerlicher Weg von der Ukraine an den Rhein
Ruhrwort Nr. 51/52 vom 21.12.1991 Wie kann ein Bild die Sinne so täuschen?
Thüringer Allgemeine vom 02.10.1991 Intarsien vom Heiligen Abendmahl
Th�ringer Allgemeine vom 17.04.1991 Seltenes Kunsthandwerk - Intarsien von Paul Krenz -
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
vom 02.01.1970 neuer Artikel über Paul Krenz.
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