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Meine Botschaft an die kommenden Generationen
 
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Meine Botschaft an die kommenden Generationen



Die Zeit vergeht.; Jahre, Jahrhunderte... Was werden in 500 Jahren unsere Nachkommen über uns wissen? Werden sie unsere öffentliche Moral, unseren gedankenlosen Umgang mit der Natur, die Kriege "im Namen der Demokratie" oder unseren barbarischen Umgang mit dem Kulturerbe der Menschheit begreifen?. Wie werden die Menschen im Jahre 2510 über unsere zeitgenössische Kunst urteilen? Als Künstler wollte immer etwas schaffen, was die Gegenwart überlebt. Statt, wie sogenannte „Meister“ unserer Tage, mit altem Fett, schmutzigem Filz oder auf den Kopf gestellten Kinderzeichnungen einem selbstgefälligen Publikum zu belieben, habe ich mich für die Intarsienkunst entschieden, weil sie neben Fleiß auch ein hohes Maß an Können verlangt.. Welche Art Kunst tatsächlich in der Lage sein wird, ein überzeugendes Bild unserer Epoche zu vererben, werden künftige Generationen entscheiden. „Botschaft an die kommenden Generationen“ Als ersten Schritt habe ich sechs Einzelbilder von 2 x 1 Metern Größe geschaffen. In Anlehnung an ausgewählte Allegorien der Bibel stellen sie den Menschen als solchen dar. Nach ihrer Fertigstellung reifte mein Entschluss, alle sechs Bilder für immer als ein Ganzes zu vereinigen. Ich hatte bereits zuvor die Ehre gehabt, erlesene Möbelstücke aus früheren Jahrhunderten restaurieren zu dürfen, darunter ein sehr wertvoller, reich verzierter Kabinettschrank von 1601 aus dem Besitz des Erzbistums Köln. Das waren nicht einfach nur „Möbel“ im Stil ihrer Zeit, sondern von den besten Kunsthandwerkern gestaltete Insignien der Macht von hoher Ausstrahlung. In ihnen verwahrte man Wertvolles, Dinge, die nicht jeder sehen sollte. Sie sollten Geheimnisse schützen, oft Dokumente, die über Macht oder Niedergang entscheiden konnten. Sie sollten die Jahrhunderte überdauern, um Zeugnis ihrer Zeit für kommende Generationen abzulegen. So entstand meine Idee, mein Ziel in Form eines Schrankes zu bewerkstelligen, zumal ich dazu meine Erfindung, Holz für einen kurzen Augenblick plastisch verformbar zu machen, verwenden konnte. So habe ich die Säulen, sämtliche Profilleisten und die Kapitelle nicht etwa aus Holz geschnitzt, sondern "modelliert". Um die insgesamt zwei Jahre Arbeit zu finanzieren, bin ich Gott dankbar, dass er mir einen Mäzen geschickt hat. Jetzt kann ich Ihnen an dieser Stelle (allerdings nur noch auf Fotos) meine Botschaft an die künftigen Generationen präsentieren. Der Schrank selbst befindet sich heute hinter gut verschlossenen Türen des Käufers, der anonym bleiben möchte. Der gesamte Schrank besteht aus über 30.000 Holzteilen und -teilchen. Die verwendeten Hölzer sind teilweise über tausend Jahre alt und stammen aus aller Welt. Auf seinen Außenflächen sehen die Betrachter die Ruine eines mittelalterlichen Schlosses. Auf diesen Bildern gibt es keinen Raum für den Menschen. In meiner Darstellung der ewigen Natur finden Sie, wenngleich verschlüsselt, manchen menschlichen Wesenszug und Spuren seines Eingriffes in die Natur. Auf den Innenflächen den Türen habe ich Bilder intarsiert, die unsere derzeitige Gesellschaft als Spaßgesellschaft darstellt. Um die Wirkung zu erhöhen, habe ich die figürlichen Elemente nach Gemälden von Hieronymus Bosch verwendet, der, wie kein anderer menschliche Charaktere darzustellen vermochte. Für die Protagonisten unserer Zeit blieb mir noch genügend Raum. Ich habe sowohl bekannte Politiker als auch gewisse Personen verewigt, die mir auf meinen Wegen begegnet sind und die ich gerne als Herostraten bezeichnen möchte. Dazu gehören beispielsweise gewisse Restauratoren des Vatikansmuseums, deren barbarische "Restaurationsmethoden" mich im Mai 2000  veranlassten, mich direkt an den Papst zu wenden, um eine völlige Zerstörung des wertvollen Mobiliars in der Vatikanischen Bibliothek zu stoppen. Ein weiterer Herostrat ist aus meiner Sicht der Direktor des Museums für Angewandte Kunst in Frankfurt/Main, Prof. Dr. Ulrich Schneider. Bereits vor einigen Jahren wollte ich ihn auf den kritischen Zustand mancher Museumsexponate aufmerksam machen und ihm anbieten, mit Hilfe meine Erfindung einen erfolgreichen Test zu wagen und war sogar bereit, mein Geheimnis preiszugeben. Damit hatte ich ihn wohl in seiner Kompetenz überfordert. Voller Arroganz, mit dem Hinweis auf die bestehende Parkplatzordnung, verwies er mich vom Hof des Museums. Danach habe ich mir geschworen, dass ich der Menschheit für immer das Geheimnis meiner Erfindung vorenthalten werde. "Liebe Nachkommen“ beginne ich meinen "Brief an die nächsten Jahrhunderte", den ich in einem Geheimfach des Schrankes versteckt habe, „wir im XXI Jahrhundert waren nicht nur die Barbaren, wir haben auch etwas geschaffen...
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